300x150cm, Kohlepapier auf Fabriano Papier

In der Arbeit "Imagine AK-47" zerlege ich das Papiermodell einer Waffe in ihre Einzelteile, organisiere sie auf dem Blatt um und fülle deren Umrisse neu auf, indem ich bereits benutzte Blaupapierblätter, die noch die Spuren alter Zeichnungen tragen, in die Fläche der einzelnen Elemente übertrage. Ähnlich wie bei einer Handzeichnung arbeite ich dabei mit unterschiedlicher Strich- und Druckintensität. Dadurch bilden sie ein fließendes Gesamtbild und suggerieren eine direkte Beziehung zwischen den einzelnen Zeichnungen.

 

Im Arbeitsprozess finden Momente der Verdichtung,  Verschiebung und Symbolisierung statt. Im Freudschen Sinne sind das Mechanismen des Träumens und ungefähr dort liegt der Ursprung meiner Zeichnungen. (Alp-)Träume spielen sich in einem Raum der ungehemmten Gewalt und des Leidens ab und erlauben uns als Subjekt und Objekt diese zu begehen. In "Imagine AK-47" untersuche ich semiotische Darstellungen von Gewalt und die Möglichkeit, sie unmittelbar zu kommunizieren.